tag 100 – ich hab meine eigene kleine champions league gewonnen…

kurzversion…bauhaus, großvater, berlin calling. die letzte nacht war dann nochmal weniger geschmeidig. morgens blinzelt aber schon wieder die sonne durch die bäume. schnell alles eingepackt und ab in den letzten tag. gemütlich lauf ich durch meisdorf. ich bin zurück im land der frühaufsteher…sachsen-anhalt. entweder sind hier schon alle weg und bei der arbeit oder an dem slogan stimmt was nicht. fast kein mensch zu sehen. auch kein auto und so marschiere ich am ende malwieder fast ne dreiviertelstunde…kurz vor der b185 hält das dritte auto…nen sprinter…autoteile lieferant. er könne mich im prinzip bis calbe mitnehmen, aber ich müsste zwischenzeitlich zweimal kurz aussteigen. er habe in quenstedt und aschersleben ware auszuliefern…leute mitnehmen sei im eigentlich nicht gestattet…kein ding…so sitze ich zweimal kurz am strassenrand, bis mich der gute wieder einpackt. bei calbe angekommen, schmeisst er mich an der abzweigung aken/dessau raus. jetzt gehts schlag auf schlag, mit weiteren vier autos bin ich zügig in aken…nur noch 13km bis dessau. hier ist überall das elbe hochwasser noch gegenwärtig. als erstes packt mich ein mann ein, der eine radlerpension direkt an der elbe betreibt…seine pension sei glücklicherweise weitesgehend unbeschadet geblieben, aber es kämen halt gerade keine radler vorbei…werde schon weiter gehen. als nächstes packt mich eine magdeburger pharmavertreterin ein…wir müssen eine umleitung fahren, wegen hochwasserschäden ist eine strasse gesperrt. auch sie berichtet, wie hier alles unter wasser gestanden habe. zum abschied gibts ihre kekse, super cool drauf die gute. keine zwei minuten später hält die nächste frau. sie könne mich zwar nur ein stück mitnehmen, aber dann sei ich wieder an der kreuzung richtung arken. cool…ich check nämlich gerade garnicht mehr wo ich bin. sie komme aus breitenhagen, direkt an der elbe…den ort habe es übel erwischt…aber es gehe immer weiter. jetzt steh ich an einer kreuzung mitten zwischen feldern…hier hat überall mindestens nen meter hoch das wasser gestanden und es stinkt immernoch undefinierbar bestialisch…gerade in der hitze…zwei rentner kommen im vw bus des katholischen hilfswerks vorbei…hinten drin alles voll mit lüftern, die sie gerade aus magdeburg geholt haben und jetzt im ort verteilen wollen…ich pass gerade so noch mit rein. der geruch sei schonwieder halbwechs human…auch aken sei schwer erwischt worden, die altstadt im ortskern jedoch zum glück nicht. gerade seien vielerorts die strassen aufgerissen, es werde auf gasleitungen umgestellt…die öltanks abgeschafft…in der not stehe man immer nochmal etwas mehr zusammen, dass sei das positive an der ganzen sache. die umleitungen kämen daher, dass teilweise strassen aufgerissen worden seien, damit das wasser ablaufen könne. so herzens gute herren…in aken bin ich erstmal etwas verloren…die direkte strasse nach dessau ist auch gesperrt, wo jedoch die umleitung lang geht, weiß ich wieder mal nicht so recht. ich lauf etwas die strasse runter und lass mich neben nem aldi und nem plattenbau nieder…mmmhhh…alle machen handbewegungen…wie sorry, hier gehts ja nicht weiter…nen paar bauarbeiter angehauen…dessau…dass sei ein gemache von hier…lauf am besten erstmal die strasse da links rein, da müssen alle lang. irgendwie gehts immer…wird schon klappen. also los geeiert und zack…dritte auto hält…wieder so ne mutti. sie sei früher auch viel getrampt… müsse kurz fotos vom haus der tochter machen, dann fahre sie nach dessau…könne mich direkt beim bauhaus absetzen…und wie immer…alles geht seinen weg. wir fahren in einen stadtteil von aken, wo die schäden sichtbarer werden. auf der strasse liegt der ganze müll aus kellern etc…das wasser habe acht tage in den häusern gestanden…zwar oft nur einen halben meter, aber da müsse trotzdem alles raus…habe sich das mauerwerk hochgezogen. ihre tochter wohne jetzt mit der familie erstmal vorübergehend in ihrer neubauwohnung und sie bei einem bekannten in dessau. nach der arbeit würden sie dann zum renovieren in ihr haus kommen. sieht übel aus…rohbau mit schimmel…oh mann. die mutti ist aber gut gelaunt und redseelig wie ein wasserfall…ihr anderer sohn sei in afrika zum arbeiten…da habe sie ja schon immer etwas angst, aber ihm gefalle es und er verdiene viel geld…lebe halt in nigeria wie in einem hochsicherheitstrakt…sie redet ohne punkt und komma…aber ne herzens gute…und ich bin in dessau vorm bauhaus. was ein getrampe am morgen…besser gehts nicht…unglaublich hilfsbereite, herzliche leute in der gegend…die erfahrung hab ich hier schon oft gemacht. in dessau will ich zum abschluss meinen 97 jährigen grossvater überraschen, der in einem pflegeheim direkt neben seinem alten wohnhaus lebt…ca. zwei gehminuten von meinem geliebten bauhaus entfernt. die stadt hat mit so einigen problemen zu kämpfen und ist leider im zentrum auch weit von einer schönheit entfernt…aber das bauhaus ist und bleibt einer der schönsten orte im ganzen land. muss man sich mal überlegen…1925 gebaut…die absolute musterunterbrechung zu der zeit…nicht nur der bau, sondern auch die menschen die hier ihre kreativität auslebten…bis heute ist der bauhaus stil ne heiße nummer…ich steh total auf den kram. mittlerweile ist das gebäude zum einen museum, zum anderen teil der hochschule anhalt dessau…in der hochschul bibliothek direkt neben dran frag ich, ob ich mich ne stunde zum bloggeln hinsetzen dürfe, nicht ein student zu sehen…die frau am schalter ist so ne gefühlte ehmaligen stasimuffwoschtuschi…unfreundlich, wenig herzlich…sei nur für studenten. oh mann…eng im kopf…also rüber ins café…alles kein problem. ne runde gebloggelt…dann gehts ab zum grossvater. keiner weiß bescheid…tante und onkel wohnen jeweils ums eck…auch am letzten tag gelten die prinzipien…liebste verwandschaft, ich bitte um nachsicht.
also rein ins pflegeheim, im sommerlichen unterhemd sitzt der gute in seinem zimmer. bald 98 jahre alt…wahnsinn. uiii…der andi…ach, was sei das für eine freude…ich erzähle ihm, dass sonst keiner von meinem besuch wüsste…seine augen strahlen, wie die eines neunjährigen lausbubens…was eine überraschung…mein onkel und meine tante hätten ihm immer mal etwas von meiner reise berichtet…das sei ja was fürs leben…einfach toll, dass das gehe. auch wenn seine wachheit im laufe der gemeinsamen stunde nachlässt…einfach phänomenal wie es in seinem kopf immer noch rattert und er alles aufnimmt. ich erzähle ihm auch beim grab von großmutter in thüringen gewesen zu sein…glänzende augen…ja, sie warte schon auf ihn…er rollt zum kühlschrank rüber und holt erdbeeren raus…dann meint er, dass ich mir nicht vorstellen könne womit er sich gerade befasse…ich vermute mit irgendwelchen aktuellen themen aus der zeitung…nein…er freue sich so über mein kommen, dass er die kontrolle über seinen schliessmuskel verloren habe…er grinst vergnügt…aber das störe ihn gerade überhaupt nicht, da werde sich später drum gekümmert…ich kann es riechen…wir grinsen…er ist 97 jahre alt…alles easy. nach einer guten stunde und einem drücker mach ich mich auf meine letzte klein etappe…19uhr hab ich nen date mit der lady am brandenburger tor…wenn schon, denn schon…einbißchen kitsch muss sein und doch ein symbolischer ort für das ende des trips. ich hau mir die letzte kante trocken brot rein und marschiere ne gute halbe stunde zum ortsausgang richtung autobahnauffahrt…an einer apotheke bekomme ich noch eine letzte runde sonnencreme spendiert. finger raus…zack…ich steh nen paar km weiter an der auffahrt…über die landstrassen wäre es sich heute wohl zeitlich nicht mehr ausgegangen. nach einer guten dreiviertelstunde und vielen vorbeirauschenden autos hält ein alt hippie pärchen mit ihrem bunt bemalten wohnmobil. zwischenzeitlich ist noch ein maximaler vollassi ganz bewusst und mit quietschenden reifen, vollspeed ganz knapp an mir vorbei gerauscht…der arme…vorher hatte er an der ampel noch mit nem kollegen über mich geschnackt…ich ahnte schon, dass er mich entweder einpackt oder ne richtige rtl2 aktion auspackt. es gibt halt immer solche und solche…der heartbeat war kurz schon ne ecke höher, dann hab ich aber freundlich hinterher gewunken. autobahn- und landstrassen trampen…ein unterschied wie tag und nacht…hetze vs. langsamkeit…jetzt sitz ich aber bei den zwei althippies im auto…er wohnt im wohnwagen in heidelberg wieblingen und ist kfz schlosser…endlich einen heidelberger…sie lehrerin in wolfsburg…was bieten sie mir als erstes an? frisch gepflückte kirschen…geil. super cool die beiden…und eine krönende letzte große mitfahrt auf der reise…was ein trip…wahnsinn…sie sind aufm weg zur ostsee. auf der a10 westlich von berlin lassen sie mich an der abfahrt berlin spandau raus…17.35…noch 35km…es dauert wieder jeweils keine fünf minuten und ich bin mit nem handwerker und nem imker am rathaus berlin spandau…sei ja eine geile aktion…dann mal viel glück, dass du es auf 19 uhr schaffst…jetzt check ich kurz den ubahn plan…etwa 11 stationen, bei zweimal umsteigen und ich bin am ernst reuther platz an der strasse des 17 juni…der plan steht. rein in die ubahn…adleraugen angestellt…wäre ja schön, wenn ich nicht auf den letzten metern noch abkassiert werde. in der u7 steig ich zwischenzeitlich kurz aus…bei zwei männern war ich mir nicht sicher…jetzt bin ich an der station bismarckstr., steig ein und wieder aus…wieder zwei so typen…paranoid…aber sicher ist sicher. noch zwei stationen…zack…da bin ich. die letzten km bis zum brandenburger tor will ich zu fuss gehen. die sonne scheint…alles ist easy…ich bin einfach platt, aber glücklich…noch nen großes herz bild an der siegessäule…kurz überlegt, ob ich nen rikschafahrer frage, ob er mich einrollt…nein, die letzten meter lauf ich…nen selfmade fotoshooting vorm brandenburger tor…aufm mittelstreifen lauf ich zum symbol der einheit. wo ist meine lady? ich lauf durchs tor…luftschlangen, champagner und ein foto banner erwarten mich…annelie, franzi, meiner bruder lukas und seine inka grinsen mich an. süß…ich bin platt…freu mich und hab hunger. wunderbarer moment…und die ganzen fotos…alter, was hab ich alles erleben dürfen!!! es ist vorbei…was ich gerade denken soll, weiß ich auch nicht. gemeinsam ziehen wir ins strandbad mitte…auf nachos folgt ne wurstplatte…hier bin ich im mittelpunkt deutscher hippheit angekommen…welcome back in real life…basti, nen kumpel von meinem bruder kommt noch rum…ich werde über die ausmaße des snowden dramas /stasi 2.0 aufgeklärt…es wird heiter diskutiert…oh mann…ein grosser anteil von mir will zurück in den wald…weg von den absurditäten und den ganzen gründen für frustgefühle den diese welt produziert. ich glaub ich werde doch noch ne weile brauchen wieder anzukommen. gleichzeitig ist es so schön einfach wieder da zu sein. bei annelie zuhause angekommen erwartet mich meine kutterfisch kiste, kerzen, kuchen, blumen, ne neu zahnbürste und das 11freunde saison sonderheft…der rest ist privat ;-).

100 tage…die ich nie vergessen werde.

erkenntnis des tages: ich hab meine eigene kleine champions league gewonnen…ein unvergesslicher trip…vielen dank deutschland!

ein nachdenklich grinsender, geschaffter toni demut

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tag 99 – auf fledermausjagd im ostharz…

um sechs mach ich erstmals das zelt auf…ab zum wasser…jetzt werde ich fast sentimental…traumhafte stille, die morgensonne wartet schon hinter den hügeln. im harz könnte ich gerade noch ne weile rumstromern…um acht ist auch das nasse zelt gepackt, bereit für meinen tag im harz. ich lauf zurück zur talsperre. bauarbeiter angehauen…jo, könne über die baustelle und die staumauer laufen. ein lkw fahrer nimmt mich mit…so recht weiss ich auch noch nicht wo ich so hin will…er meint bis torfhaus könne er mich einpacken, dann weiter nach altenau sei schön. er erzählt mir gerade am vierten schwarzen gürtel in karate dran zu sein. mehr gehe nicht, dann bekomme man nen roten punkt auf die stirn tätowiert. er müsse dafür z.b. nur bestimmte, von mehreren übernanderliegenden backsteinen zerschlagen…davor müsse er sich ne halbe stunde zurückziehen…kobzentration…sei ein mix aus kraft,geschick und mentaler vorbereitung…fast meditation…spannend. jetzt gehts mit einer mutti direkt nach altenau…klassischer harz charme…irgendwie komm ich mir vor wie am ende der welt…die menschen grüssen alle ganz herzlich und freundlich. die metzgerin schnackt ewig mit dem alten herren vor mir und macht mir ne schöne wurstsemmel zurecht. ich stell mich vor ein haus zum trampen…einige läden in der strasse stehen leer. nach einer weile kommt aus dem haus ein älterer herr raus. wohin des weges…toll…er erzählt geschichten von kurz nach der wende…der brocken sei ja im osten gewesen…er dachte da nie hinzukommen. dann holt er ein altes foto raus und berichtet stolz skispringer gewesen zu sein. das bild ist von 1959…holzlatten unter den füssen…er sei sogar in die alpen zu internationalen wettkämpfen gefahren. nach einer weile meint er, dass er mich ein stück richtung sankt andreasberg bringen wolle. sein auto ist so knapp in der garage geparkt, dass er immer von der beifahrer seite einsteigen muss. oben an einer kreuzung angekommen bedankt er sich…habe ihn gefreut und sei interessant gewesen. ausserdem habe er dadurch was zu tun gehabt…oft sei ihm ja langweilig. mit nem studenten aus clausthal zellerfeld gehts also nach sankt andreasberg. cool…gestern noch mit der fähre von reinhardshagen über die weser. nicht viel los in dem ort…mit holländern gehts wieder richtung torfhaus. spontan lass ich mich aber an einem urigen see rauswerfen. zelt trocknen lassen und schwimmen steht an…top…anschliessend nen stück die landstrasse hoch geeiert…ich liebe den harz…vor nen paar jahren mit den jungs schonmal hier gewesen…da war ich schon geflasht…heute nicht anders. aufm brocken war ich aber noch nicht. also wasserflasche aufgefühlt und los gehts auf die neun km durch den wald. direkt am anfang spricht mich ein kleiner junge an…er hab einen wanderstock und gehe heute mit oma und opa wandern…opa piesele gerade…tschüss…wir sehen uns bald wieder…wat ein geiler kleiner typ. ansonsten viel wald und erstmal wenig menschen. etwas bewölkt und leichter wind…schritt für schritt zum glück. am horizont seh ich die riesen antenne aufm brocken…uiii, ist noch nen stück. dann rammelt eine alte dampflok lautstark durch den wald und bringt die touris rauf…nicht ganz nationalpark style…aber sicherlich ein wichtiger tourismus magnet. jetzt gehts über alte patrouillenwege…ehemaliges grenzgebiet. auf den letzten metern zum gipfel bin ich dann schon lange nicht mehr allein unterwegs. oben warten tolle ausblicke…aber auch viele menschen. entlang eines wegs, der teilweise einem alten flussbett gleicht spring ich, wie ein junges reh, stein für stein fast sechs km nach unten bis schierke. fünf uhr…ich bin voll im arsch. ein stück weiter in den ostharz würde ich schon gerne noch kommen. mit drei männern in drei autos gehts flott bis 10km vor hasselfelde. über mir braut sich ein fettes gewitter zusammen. kurz nach halb sieben…endzeit stimmung. alles rauscht an mir vorbei…ich zieh erstmal regenklamotten an…déjà-vu gefühle…dieser ganze regen in den ersten wochen der reise…oh mann. jetzt klatscht es runter…endlich packt mich wer ein…ein ehemaliger förster hat extra gedreht. er gehe bald zwei wochen in die alpen, zum wandern mit seinem hund…da werde es ihm vielleicht mal genauso gehen. ob ich den rappbode-stausee kenne? er glaube, der habe die höchste staumauer deutschlands…nö, kenn ich nicht…also nen schlenker und kurz mal runter geschaut…uiii….krass und der see ebenso. jetzt knallt der regen wasserfall artig runter. wir kommen an einer westernstadt vorbei…da sei wirklich alles komplett im westernstyle…cowboys und indianer, die menschen würden da so leben. sei vorher nen kasernengelände der russen gewesen…er fährt kurz ran…im saloon sei heute countryabend…lustig…aber bei dem regen bleib ich lieber im auto. nen paar meter weiter am ortsende lässt er mich raus und bei blitz und donner steh ich unter einem dachüberhang an der strasse. nicht mehr viel los, ein licht als sei gleich schlafenszeit und der regen knallt. ich klebe vom schweiß der wanderung, meine hose ist noch bis zum hintern feucht…geil. nach einer halben stunde legt dann eine berliner urlaubsfamilie den rückwärtsgang ein und bringt mich gute 25km weiter bis alexisbad. es ist acht, dafür nicht mehr ganz so dunkel. im regen lauf ich den komplett eingeschlafen kurort zum ortsende runter…mmmh…zwei autos in zehn minuten…wieder nen stück zurück. vielleicht kann ich mich beim bahnhof trocken ablegen. ein auto rollt an, finger raus…es hält. er fahre nach meisdorf bei ballenstedt…gibts ja nicht…genau das kaff, was ich zwei stunden vorher spontan und ohne plan als trampziel für den abend angepeilt hatte. er sei vom biosphärenreservat karstlandschaft südharz und der landesbeauftragte fledermausguru…er treffe sich um acht an einem alten mausoleum mit ein paar anderen…fledermausbestandsaufnahme…fledermäuse einfangen, zählen und markieren…gehe mindestens bis nachts um zwei…könne gerne mitmachen. na da hat der letzte abend sich aber nochmal was ausgedacht. klar warum nicht…mit hin da. während er mit den ersten zwei anderen fledermauscheckerinnen schnackt, zieh ich ein paar meter weiter blank und spring in nen bach. geil…letztes set frische klamotten drauf…ihr fledermäuse…ich wäre dann soweit. es kommen noch zwei männer dazu…irgendwie ne mischung aus nerds, freaks und wissenschaftlern. erst bauen wir mühsam die vorgebauten macgyver, duct tape, selfmade ddr style fanggerätschaften auf…es wird dunkel…zack, zack, zack…bis mitternacht sind schon zweihundert exemplare gezählt, nummeriert und wieder in die nacht verschwunden….manche sind schon 15jahre alt, man kann richtig sehen, dass ihre kleinen zehne schon abgewetzt sind…die dinger kommen bis aus berlin geflogen…verrückt…mein trampmeister und masterchief mache das jeden abend, oft bis tief in die nacht, irgendwo in sachsen anhalt. ein leben für die fledermaus…auch seine ehe sei deshalb schon drauf gegangen. ich notiere eifrig, kopflampe um die stirn, fliegen in mund und nase…wie ein echter kleiner feldforscher. um halb eins ist für mich feierabend…mir fallen die augen zu…die anderen wurschteln noch rum. zwei der forscherinnen kommen aus halle, unweit von dessau, wo ich noch bei meinem grossvater vorbei will. die eine meint, dass ich sogar bei ihr pennen könne…die andere, dass sie mich im firmenwagen nicht mitnehmen dürfe…ist zu respektieren…easy…ich bau unweit des mausoleums mein zelt auf…es regnet immernoch…meine letzte nacht on the road.

erkenntnis des tages: mein herz schwankt…morgen ist feierabend.schon ein traum zu wissen, dass man nicht weiß, was passieren wird…heute einfach mal fledermaus style…ich werde die ungewissheit wohl vermissen.

batman

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tag 98 – kopfkino zum abendbrot…

ich wach unter meinem kirschbaum auf…ganz trockene, milde nacht. schön bei der stange bleiben und ne runde bloggeln. dann zelt gepackt, um neun gibts frühstück mit michel und der verwandschaft ausm erzgebirge. top…schön drei brötchen und noch nen schwatz. michel arbeitet als sozialarbeiter mit jugendlichen und macht auch kriseninterventiongespräche. einen tag die woche arbeitet er bei nem kumpel in ein metallkunstwerkstatt, macht ne systemische ausbildung…richtig sympathischer typ.
einen herzlichen dank für die top gesellschaft sowie speiss und trank…nochmal super so kurz vorm ende. mich ziehts an die strasse…way to go heute. erst gehts mit nem alten jägerpärchen bis kurz vor korbach, die flinte kommt in den kofferraum. sie lassen mich extra an der umgehung raus, gehe schneller…blöd, erst ne enge kurve, dann frei fahrt und komplett leitplanke…ich lauf 500m die strasse hoch, daumen raus…scheiss stelle mitten an der landstrasse, also wieder zurück und rein nach korbach…ein kirschbaum hält mich bei laune. urlauber bringen mich ins zentrum, von dort lauf ich bis zum ortsausgang…diesmal sorgt ein erdbeerfeld für stimmung…ganz zäher morgen…diese unzähligen landstrassen spaziergänge, scherenschritte über leitplanken…oh mann. ich muss wieder ne ganze weile warten bis einer hält…cheffe eines familienunternehms, dass sich auf renovierung von altbauten fokussiert. als nächstes kommen zwei schweizer, die zum drachenfest diemelstadt wollen…5000 leute, die sich krass verkleiden und gemeinsam in eine rollenspiel fantasiewelt eintauchen. sei für sie ein highlight des jahres. die fahrerin weiß nicht so richtig wo sie abbiegen muss und bremst mitten auf der landstrasse, die autos rasen an uns vorbei…uiii. auf der landstrasse rund um die autobahnauffahrt diemelstadt ist chaos…sie lassen mich raus…große ölspur…an der tankstelle zur autobahnauffahrt alles voll mit halb verkleideten, die autos bis unters dach mit schwertern und schutzschildern beladen…ich wieder an die strasse…warten, warten, warten…mit nem caprio bis kurz vor warburg…für nen moment back in nrw. paar km mit nem jungen pärchen…dann mit nem alten mann mit zigarre,  rauschebart und maximal gelben fingern gehts in seinem chaosbus zurück nach hessen…jetzt bin ich in nem dorf vor hofgeismar…alter, was für ein gemache heute. ich seh ein schild…wolfhagen 18km…scheisse, ich bin in einem kartenbereich unterwegs, wo ich immer zwischen vier seiten umschlagen muss…voll unübersichtlich…die andere strecke wäre ja soviel besser gewesen…nicht drüber nachdenken. ich steh im nirgendswo…schon knapp vier stunden unterwegs…dachte jetzt sei ich schon locker in göttingen. der fahrer eines busses vom roten kreuz, der behinderte nach hause bringt, packt mich ein. er müsse noch den einen meister nach hause fahren, dann gehe es nach hofgeismar…geht klar. mit etwas schwein komm ich über die kleinsten dorfstrassen bis reinhardshagen…ein ganz lieber ingenieur hat mich extra noch 10km weiter gebracht…hier sei ich sonst veloren…echt nix los, dafür gehts entlang einer tollen alleestrasse. jetzt steh ich an der weser…da gehts nur mit einer mini fähre rüber…auf der anderen seite wartet wieder niedersachsen…süße ecke. genossinnem und genossen aus nordhessen…schlechte leistung in sachen tramphilfe heute…aber am ende läuft alles doch noch ganz rund. in reinhardshagen warten drei autos auf die fähre…ein pärchen mit gö kennzeichen angehauen…könnten mich mitnehmen und im zentrum rauslassen…perfekt. die fährkosten übernehmen sie auch gleich für mich…merci. die dreizig km bis göttingen entlang kleinster sonntagsfahrer strassen hätte nochmal nen ganz schöner akt werden können. am ende bin ich also kurz vor vier uhr beim ersten etappenziel des tages…erneut muss ich eine geldspende ablehnen. im zentrum viel fachwerk, süße kleine gässchen, leider gerade viele baustellen…und die hitze. ich wackel dackel ne runde rum…kleiner eindruck muss genügen…sicherlich eine lebenswerte unistadt, bei den vielen studenten überall. ich hau einen älteren herren an und frag nach dem weg…er muss ein stück die gleiche richtung und erzählt von seinen tramptrips in der jugend. viele studenten grüssen ihn…er sei irgendwie der masterchief einer meschenrechtsorganisation die sich mit minderheitenverfolgung befasse und 15.000 mitglieder habe. er fragt mich noch, ob ich mit ihm und seiner frau was essen wolle? eigentlich total gerne, aber es ist schon sechs, dunkle wolken ziehen auf und ich will noch in den harz kommen…sicherlich total netter, interessanter herr, aber ich bin auch etwas kurz angebunden heute…will in den wald zurück. ich bitte um verständnis….glaub erstmals ne einladung ausgeschlagen…sei kein problem…jetzt lauf ich durch ein schönes wohnviertel…nochmal auf die karte geschaut…über die strasse fragt mich ein autofahre, wo ich hinwolle…b27 in den harz…er zeigt genau in die andere richtung, als der ältere herr. grün…weg ist er…mmmh…drei minuten später steht er wieder neben mir und fährt mich kurz hin. kenne er, sei früher auch viel getrampt…man merkt sofort…göttingen ist so ne typische unistadt…gewisse frische und offenheit…total angenehm. jetzt steh ich am ortsausgang…finger raus, zack in einen dicken audi und es geht gleich 25km bis gieboldehausen. perfekt…jetzt packt mich eine schminklady, etwa meines alters, in ihren kleinen corsa…sie hole ihren freund im harz ab…müsse geld und daher sprit sparen, also immer schön langsam…tuckel, tuckel bis kurz vor bad lauterberg…meine spontane idee…penne an der odertalsperre suchen. an einer ausfahrt lässt sie mich raus…uiii, ob hier noch wer kommt? bingo, zweite auto nach zehn minuten hält…eine dame aufm weg zur massage…ganz ne liebe. sie habe noch nen moment und bringt mich direkt an den südlichen zipfel
der talsperre…zwischenzeitlich hat es geregnet…der asphalt, die bäume…alles dampft…es riecht nach sommerregen…geil. an der staumauer sind irgendwelche lokalpolitiker mit dem regionalfernsehen zu gange…einer löst sich aus der traube und fragt, ob er mir helfen könne. zelten am wasser und so…schlecht, alles viel zu abfällig und hier werde auch kontrolliert. solle es auf der anderen seite beim campingplatz probieren…sei ein uriges fleckchen und der inhaber nen netter kerl. die staumauer sei aber gerade gesperrt…müsse also wieder nen stück zurück und über den wanderweg bzw. direkt hier durchs gestrüpp rüber. mhhh…ich check die lage, der tv event ist vorbei, ein rentnerpärchen haut mich an und übernimmt das kommando…ich solle mal einsteigen, sie würden mich zum anfangspunkt des wanderwegs bringen. cool…zack rein, zack raus. von hier sei es vielleicht ne dreiviertelstunde zum campingplatz…geil wald, kein mensch und dieser duft nach natur. ich eier zur talsperre…toller see…ich weiß warum ich hier nochmal hin wollte…der harz ist der hammer…immer wieder fast schweden like. ich guck zum wasser runter und wurschtel mich nen paar hundert meter durchs gestrüpp…eine schlange schlängelt sich vor mir rum. zelten ist hier nicht…alles steinig und wirklich zu abfallend. durch die brennesseln gehts zurück zum weg…bei dem campingplatz ist ja fast kein mensch…eher so ein paar urige leutz. zum meister hin…kein problem…er zeigt mir wo ich mich hinstellen kann…nicht direkt an der wasserkante, aber trotzdem jut. ich bin vollkommen verschwitzt und verregnet…stinke wie ein tier. zelt aufgebaut und rein ins wasser…tiefes durchatmen, welch panorama…
ich muss an den spruch von anselm grün, einer meiner brüder vom kloster münsterschwarzach denken, den ich in koblenz an der rheinpromenade gesehen hatte. “es tut unserer seele gut, wenn wir in den rhythmus der natur einschwingen“…guter mann…da bin ich ganz bei ihm. für den rest des abends und bei trocken brot fliegen mir die gedanken durch den kopf…langsam gehts zu ende. ich würde sagen auch in den rhythmus der menschen eingeschwungen zu sein…hab mich für bald 100 tage komplett abhängig gemacht von der menschlichkeit fremder. ich hab darauf vertraut, dass ich sie und sie mich finden wird…an jedem tag wurde dieses vertrauen bestätigt, oft übertroffen…menschen aus dem ganzen land haben mir ihre türen und herzen geöffnet, bin auf soviel unterschiedlichkeit gestossen, habe einblicke in ganz verschiedene lebensentwürfe bekommen, hab freude und leid, gemeinsames lachen und persönliche sorgen geteilt. habe mich über 600 mal von der strasse aufsammeln lassen, vom tiefergelegten assi opel, übern bentley bis hin zum hightech porsche…habe unterm sternen himmel, in bauwägen, auf booten, neben den eckfahnen, im heu, im zelt, in ner hängematte und am strand gepennt…hab ein binnenfrachter über die donau gelenkt, bin mit dem müllmrister auf ne hallig geeiert…oft wurde mir gesagt, so wie es in den wald ruft kommt es zurück…ich habe immer probiert mit offenem herzen, einem grinsen, freundlich und ehrlich den menschen gegenüber zu treten…ich glaube, dass ist mir ganz gut gelungen. die schönste rückmeldung, die ich immer mal wieder bekommen habe war, schnell den eindruck hinterlassen zu haben ne ehrliche haut zu sein, kein taktiker…so möchte ich ins leben schauen…solche rückmeldungen…wow. ich habe in mir gespürt, dass mir mit dieser haltung eigentlich nichts passieren kann. ich werde mit einer anderen beziehung zu dem land und zu den menschen nach hause kommen, zu jeder ecke der republik bring ich ein bauchgefühl mit. bei nachrichten aus schleswig holstein, vom bodensee, aus der lausitz oder vom niederrhein werde ich wacher hinhören. immer wenn ich bundesliga gucke werde ich auch an diese 100 tage denken…wie ich zum ein oder anderem stadion gekommen bin…wie schön…ich kenne mein zuhause ein stück besser und trotzdem bleibt noch soviel zu entdecken…ich empfinde es als puren luxus, durch ein land zu reisen, wo ich mich sicher fühle und es an jeder ecke trinkwasser gibt…welch maximales gut. meinem körper hat mich zu beginn bewusst daran erinnert, welch wichtiges gut die gesundheit ist…ich hab ihn ganzschön beansprucht, immer mal wieder hat er geflucht und geschmollt…zu recht. ich hab für in geweint wie ein schlosshund…aber er hat mir immer die treue gehalten…maximum respect my friend. ein teil von mir könnte immer so weiter machen, auf der suche nach geschichten, erfahrungen, kirschbäumen und hinterhöfen…und der liebe für die ungewissheit, wo der abend wohl endet. ein anderer, grosser teil freut sich einfach auf zuhause, mein liebsten und gummibärchen ausm eisfach. ich war um die ecke und doch ne ecke weg. wow, mich beseelend und einfach ne latscho rakete…ich werde diesen trip nie vergessen. easy and out, die gedanken zum abendbrot…jeder sich selbst aus was er is(s)t, ich lass es mir schmecken…vielen dank…und eins fällt mir erst jetzt ein…wahrscheinlich aus gutem grund…geld…ich habe es eigentlich nie vermisst…
98 tage rum…intensiv erlebt und gelebt…nicht irgendwo in asien, amerika oder sonst wo…alles vor der haustür…ich werde so oft an die zeit erinnert werden…hammer…jetzt ist schluss…berlin calling…es ist dunkel im zelt…morgen kommt die 99.

erkenntnis des tages: 😉

knut dankbar

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tag 97 – hessentag…von kirschbaum zu kirschbaum

um neun steht mein rucksack gepackt am weidezaun…frühstück mit den mir bekannten gesichtern vom vorabend und einer ganzen bande sechsjähriger reitschülerinnen…ganz süß…es gibt sogar ei und nutella. ich bedanke mich ganz herzlich bei den hofeltern…kein problem…los gehts…heute ist hessentag angesagt. zackig bringt mich ein mann nach limburg…er sei in seiner jugend bis griechenland getrampt…tolle sache…jetzt bin ich in hessen…da wo die sonne am längsten scheint und die menschen honigfontänen im garten haben. limburg, ich bin positiv überrascht…schöne, gemütliche altstadt…ganz angenehme atmosphäre…rentner spielen schach, junge mamas schwatzen aufm markt…der sportteil der aushängenden zeitung berichtet fast nur von der eintracht…die sonnenschirme der kneipen leuchten grün…licher…verrückt…aber jetzt nach der reise durch soviele ecken verspüre ich nochmal eine gesteigerte identiät mit zuhause…sicherlich gibt es noch spektakulärere landstriche…aber hier ist alles angenehm entspannt…nicht zu derbe, nicht zu lieblich, nicht zu reich und nicht zu arm…einfach normal…ich lauf mit einem ganz speziellen grinsen durch den tag…überall hesseköpp…schönes gefühl…bis ich von limburg weg bin dauert es einen moment, dann gehts erstmal zack, zack, zack. bis weilburg nimmt mich eine junge frau mit, ihre mutter liege dort im krankenhaus…niemand wisse so recht, was sie habe. sie sei bei der bundeswehr sanitäterin und plane eigentlich nach afghanistan zu gehen…aber ihr freund wolle das nicht. in weilburg komm ich erst beim kojak alkitreff vorbei…da gibts giessener pils…gibts das überhaupt noch? schmeckt wie woschtwasser. vor der tür vom dollar hugo nimmt mich eine herzliche wetzlarerin mit…ich drück ihr ne kassette, wie sehr ich mich freuen würde gerade so knapp an sexy gießen vorbei zu cruisen. zack sitz ich beim nächsten bis herborn drin…er erzählt mir von seinen trampabenteuern als junger kerl in england. ldk aufm nummernschild…stehe für land der könige…eine minute hab ich in herborn den finger draußen…zack, bin ich mit zwei handwerkern bis bischoffen an der aartalsperre. zum wasser sinds ein paar meter…aufm weg grüsst mich ein kirschbaum mit der bitte, mich in ihn hinein zu begeben…klar, kann ich machen…also erstmal ne viertelstunde hessischcherrycherry. eine bullenhitze…aber an der ecke der aaltalsperre ist nix los…irgendwie alles kleiner als ich es in erinnerung hatte…lang, lang ists her. nicht direkt menschen in der nähe…ich zieh blank und setz mich ne runde in die badewanne…erfrischung fühlt sich anders an…eine ziemlich warme brühe…ich lass mich von der knallen sonne trocknen…bodycheck..mmmmh…mein körper hat schon an einigen stellen gelitten. zum trost den rest des saarländer nusskuchens. ich lauf ein stück den see entlang…jetzt geh ich fast um…stehende hitze, kalter schweiß auf der stirn…uiii…hart. ein kirschbaum sorgt für leichte entspannung…jetzt steh ich ne ganze weile in hessisch sahara an einer kreuzung…hallo, ich komm auch von hier…kann mich mal einer mitnehmen? meine gebete werden erhört…durchs wunderbar hügelige land gehts bis runzhausen, noch nie gehört…hier gibts zwei sachen…nen bäcker und nen döner. vor lauter aufregung fährt ne frau gleich mal ein strassenschild tot…schön den unterboden aufgeschlitzt…mehr als ihr das warndreieck aufzubauen kann ich nicht tun…zum dank gibts frischwasser vom dönermeister und nen stück streuselkuchen bei der bäckerin. mit nem jungen kerl gehts bis daupthe…zufällig lässt er mich direkt vorm bäcker raus…dazu noch ne packung kaugummi.bei der bisher schönsten und sympathischsten bäckerin darf ich mir erstmal selbstverständlich nen belegtes brötchen aussuchen, dann gehts noch mit in die backstube…aus einer kiste mit broten vom wochenende zieh ich mir das dickste raus…ob das nicht schon zu trocken sei…süße…ich ess alles…du held…yep…zurück am strasdenrand ärgern die mich ne weile, dann bin ich kurz vor biedenkopf…schritt für schritt zum glück. eckelshausen…kurzer gang zur putzigen lahn, nur noch 30km bis zur quelle…forellen winken mir zu…geil, hatte ich auf dem trip auch noch nicht. zurück an der strasse packt mich björn aus biedenkopf ein…ich bin nur kurz bei ihm im rote kreuz bus, aber die sympathien stimmen…sei ja ne coole sache. nen kumpel würde in herzhausen direkt am wasser wohnen…könne ich bestimmt unterkommen. er habe sein handy nicht mit, aber er könne mich gleich von zuhause ankündigen. easy…gerne…blick auf die karte…optimale lage. herzlichst verabschiedet…der beste wäre am liebsten gleich mit…total nett. er bringt mich noch bis zur abzweigung richtung frankenberg. was sehen meine adleraugen…ne eintracht fahne vor nem 0815 haus…erneutes indiz…hier ist woschtfett county. zack, packt mich ein erneut ganz lockerer typ ein, eigentlich lkw fahrer…er müsse bis korbach und komme direkt an herzhausen vorbei…ja perfekt…gut 50 km in einem rutsch, dazu klimaanlage. nach frankenberg fahren wir immer an der eder entlang…uiii…irgendwann muss ich mich absetzen lassen…den fluss muss ich ich mir kurz genauer anschauen…sieht ja dufte aus hier. zufällig sind es jetzt nur noch zweieinhalb km…an einem unnötigen party campingplatz vorbei komm ich in herzhausen an.es ist um die sieben rum, ich guck von der brücke…rechterhand geht am wasser fast schon der nationalpark kellerwald-edersee los. wat ne optik…wow. aufm wasser zwei, drei angler auf ihren bötchen…dahinter wasserwiesen mit allerhand vögeln. ich lauf am imbiss vorbei zum ortsende. da solle der michel wohnen. zack bin ich auch schon da…im garten wurschtelt gerade ne frau rum…angehauen…aja…sie habe da was gehört…ich solle mal ums haus kommen. da lacht michel mich schon an. gerade mit den nachbarn holz gemacht und rund um den alten trecker am bierchen trinken. björn habe ihm ne sms geschickt. hätten gerade besuch, aber mit dem zelt sei kein problem. er bringt mich über die strasse auf ein obstwiesen grundstück, fast direkt am wasser…ob ich schonmal nen kaltes bier wolle? bau erstmal dein zelt auf…dann gibts essen…ich bin beseelt…mein zelt grinst mich an…es steht unterm kirschbaum mit den bisher knackigsten kirschen überhaupt…die besten des trips…hammer…tiefes ausatmen, war wieder ein langer tag am strassenrand. zelt aufgebaut, nen paar kirschen rein und erstmal ab ins wasser. neu sortiert gehts rein in die letzten frischen klamotten. jetzt gibts abendbrot. michel hat noch kohle aufgelegt und brutzelt ein schönes stück fleisch. erstmal ne bierchen männerrunde zwischen werkstatt, garage und grill…top…ein nachbar und ein verwandter von ines, michels freundin, sind auch mit dabei. dieser kommt ausm erzgebirge, ich also erstmal euphorisch die uran hosenscheisser nacht geschichte aus aue erzählt…gebe es ja nicht, sei bei dem fussballer curri gewesen. jetzt gibts ein reichhaltiges mahl, mit fett salat, fleischplatte…ein traum…total angenehme runde…optimal, wo ich da wieder gelandet bin. bis um zwölf sitzen wir beieinander…ich könnte immer weiter essen…gummibärchen sind mir auch noch über den weg gelaufen. ines wird noch gedrückt, da sie morgen arbeiten müsse. auf bald…beseelt leg ich mich in die kiste.

erkenntnis des tages: was ein energieschub zur rechten zeit. in der hitze am mittag hätte ich am liebsten drei tage vor ende noch abgebrochen. aber dann so ein abend…da könnte es gerade wieder für immer weitergehen und diese kirschbäume…

der hessekopp mit ossiblut…

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tag 96 – homecoming…zur lahn loreleyt

bei gewohnter frische in der morgensonne kriech ich aus meinem zelt…irgendwie nen hammer plätzchen…als ich mein zelt zum trocknen über die torlatte gehängt und durch den morgentau meinen rucksack zu einer bank bring…seh ich einen kirschbaum auf der anderen seite des spielfelds…geil…ich kram eine meiner papiertüten raus…ups…da waren vorher die wienerle drin und die tüte ist von innen beschichtet…kirschen in wurstwasser…mittelmässige kombination…ich lauf gemütlich, kirschkernspuckend ins dorf zurück…sonntagmorgen halb neun…hier geht mal noch gar nichts. zack bum, denkste…keine fünf minuten am strassenrand, da kommt nen polizeiwagen vorbei…ich finger raus…sie schon gerufen…wir sind gekommen um dich zu holen…fast…wo ich hinwolle? oberwesel am rhein. ein paar km könnten sie mich mitnehmen…geil, erste fahrt im polizeiauto…ich erzähle meine geschichte und dass die kollegen aus xanten am niederrhein auch schon voll easy unterwegs gewesen seien. auch die beiden sind total korrekt drauf…heute morgen sei eh nichts los…sie fahren mich sogar gut 10 km aus ihrem revier raus und bringen mich direkt die knapp 20km bis oberwesel. die hübsche polizistin aufm beifahrersitz findet es voll süß, dass meine freundin mich erwarte…sie werde jetzt erstmal ihren freund/mann rausklingeln…sie wohne in oberwesel und wolle mir einbißchen was mitgeben. die polizei dein freund und helfer part ll. noch ein ordentliches erinnerungsfoto…tag 96, besser kannst du nicht beginnen. ich lauf noch ein paar hundert meter durch den ort zum rhein…zack…jo…schon nochmal ne andere nummer als die mosel…nicht schöner, aber monströser…ich bin kurz vor der loreley…massive weinberge umringen den fluss…ich eiere auf die alte stadtmauer des ortes…geil, dass ich spontan nochmal hier vorbei bin. im ortskern auch schön fachwerk und alles in lieblicher, gewohnter weinregionsmentalität…ich steh schon unten an der strasse direkt am rhein und guck hoch…die loreley direkt eine rheinschleife ums eck. eigentlich viel geiler oben durch die weinberge zu laufen und die loreley von oben zu entdecken…zwar scheiss heiss, aber scheiss drauf. nen älteren herren in seinem vorgarten angehauen…der holt direkt seine wanderkarte und erklärt mir den weg…erst müsse ich den oelbergsteig entlang, später gehe der dann wieder in den rheinburgenweg über…bis sankt goar seien es etwa acht km…wasserflasche nochmal auffühlen lassen…merci…geil…ne spontane wanderung. bomben ausblicke, und zweifaches hemdauswringen erwarten mich…erst gehts durch nussbaumwiesen, dann durch weinstauden, felder und wiesen, wald, kleine klettersteige hoch und runter…zack, jetzt hab ich genau die loreley vor der nase…top plätzchen…zeit für nen päuschen…ich bin pitschnass geschwitzt. danach noch ne runde durch sanfteres terrain…und ich bin in sankt goar touritown…die autofähre vor ort nimmt mich mit über den rhein…die kassiererin ist mal ganz gechillt. jetzt lauf ich die flussstrasse von st. goarshausen entlang und steh vor einem atelier…krasse bilder im schaufenster…riesen anordnugen aus kleinen, flachen steinen…unglaubliche arbeit…wow…die tür steht offen, ich rein. ein ganz uriger typ kommt aus seinen kisten gekrochen…immer rein…er sei gerade erst am einziehen, deshalb sehe es so wüst aus. er erzählt mir von basel bis amsterdam die rheinufer absuchen…er vergrabe dann immer beutelweise seine fundsachen und hole sie später ab. er sei zahntechniker, vor fünf jahren habe er mit der kunst sein hobby zum beruf gemacht…er ärgere sich etwas, dass er sich nicht früher getraut habe…ein echter sammler und mann mit tausend ideen (detlefkleinen.de)…ich bin voll beeindruckt von seinen bildern, für ein grosses brauche er aber auch nen jahr…erst sammeln, dann sortieren, dann in mühsamer kleinarbeit anordnen…der kracher…und der mann ist mit soviel herz dabei. er berichtet mir von weiteren ideen und plänen…er brauche gerade fünftausend zigarettenschachteln. er habe eine grosse deutschlandkarte in fünftausend koordinaten aufgeteilt…die schachteln solle man dann jeweils rausziehen können und darin würden sich dann gesteine aus der jeweiligen region befinden…der wahnsinn…mit dem klinkenputzen um käufer zu finden, tue er sich etwas schwer…aber er könne von der sache leben…wir quatschen ne weile, mit begeisterten augen zieh ich weiter…der nächste, der mich einpackt ist ein echter frustbruder. habe kein bock mehr auf lkw fahren. könne nicht glauben, dass das klappe mit meinem trip..bei diesen menschen. jetzt habe seine freundin noch gemeint, sie müsse sich in einen anderen reinverlieben…hole er sich halt ne neue und dann sei gut…voll auf der anti schiene…armer kerl. mit ner bande rheinländer und dem zweiten, ebenfalls ganzentspannten, kassierer von der rheinfähre, der sich noch an mich erinnerte, komm ich bis lahnstein…..ein hoch auf die loreleyfähre. jetzt steh ich an der lahn…mir wird ganz warm ums herz…der heimat langsam so nah. ich lauf erstmal gut zwei km den fluss hoch…wow, die hektik vom dicken rhein ist verflogen…nach einer halben stunde packt mich eine brasilianerin mit ihrer tochter ein. sie sei vor sieben jahren allein mit der tochter gekommen und ne kämpferin. am anfang habe sie drei.monate nur geheult, aber sie habe es schaffen wollen..sie liebe die ruhe und sicherheit in deutschland…fühle sich sehr wohl, auch wenn sie die heimat immer wieder vermisse…aber sie habe eine samba tanztruppe. sie bringt mich extra 10km weiter bis nassau…die lahn ist mal so gechillt…total gemütlich, auch überall kleine burgen, leute baden…bin hier mal als kind auf einer fahrradtour lang, seitdem nie wieder hier gewesen…null hektik…wie in einer anderen welt. mit zwei ayuveda lehrern und nem pärchen komm ich bis holzappel…jetzt hält ein auto mit dicken jack wolfskin aufklebern…ich muss direkt an meinen auslandszivildienst homie anton denken, er kommt ziemlich aus der nähe und sein vater ist schuhdesigner bei den wölfen. rein geguckt…könnte passen…geschwatzt…da is es wahrhaftig sein vadda…oh mann, wie fett. nen ganz gechillter geselle. er sei hier aufgewachsen und gerade bei seinen eltern gewesen. er bringt mich nach balduinstein…einmal high five, nen gruppenfoto und vielleicht auf irgendwann mal wieder. balduinstein las sich so nett an auf der karte…meine idee war bis hierher zu trampen, dann ein süßes plätzchen für mein zelt zu finden und ab in die lahn. wieder so ein idyllischer fleck, ganz gemütlich und verschlafen, mitten im wald….aufm berg thront schloss schaumburg. in einem kleinen kiosk die mutti angehauen. ne wilde nudel…aber mit zelten sei schlecht hier…auch das nächste dorf sei nicht so leicht zu erreichen, da müsse man über die bahnbrücke…sei verboten und wenn man nicht wisse wie die zügen fahren schlecht. ich solle mal auf der anderen lahnseite weiter richtung limburg laufen…also los…dann kommt die bahnbrücke…geht schon, schnell rüber da…dass sie die bahnbrücke rund zwei km weiter meinte, wusste ich nicht, wurde mir aber klar, als ich mich voll im wald verfranzt hatte…oh mann…voll verkackt…nach mehrmaligen hin und her laufen komm ich nach über ner stunde in birlenbach, ne ecke oberhalb der lahn raus. mittlerweile ist mir alles egal…hauptsache ne penne. einen angehauen…habe keine idee. weiter gehts…hier passiert nicht mehr viel. in einem seitensträsschen liegen frische pferdeäpfel und es sind felder zu sehen…hin da, zack ein reiterhof…ein reiterpapa führt mich zur familie des hofs…kein problem…auf der wiese würden ja sowieso ein paar jungs vom hof zelten, die hätte ferien. die hofmama zeigt mir das plätzchen…solle erstmal aufbauen und dann nochmal vorkommen…perfekt. während ich mein zelt aufbaue kommt der hofpapa vorbei…sie würden grillen, könne gerne rumkommen, auch duschen kein thema. grins, grins…ganz relaxte leute. hier auf aufm hof sei immer was los. gerade letzte woche sei ein reitzeltlager mit zwanzig kids gewesen…da komme es auf einen mehr oder weniger auch nicht mehr an. frisch geduscht und mit nem pils in der hand steh ich mit den drei schülern, die ihre pferde hier stehen haben und auch auf der wiese zelten, am grill. für jeden ein fettes steak, dazu salate…optimal. die hofeltern haben sich zurückgezogen…wir vier essen zusammen und schnacken über alles mögliche. später kommt der hofpapa nochmal runter und bis nach zwölf sitzen wir zusammen.ich lass mir geschichten vom hof und die handhabung unterschiedlicher pferderassen erklären. die anderen sitzen noch weiter beieinander…ich bin raus…ab ins zelt…zack, lichter aus.

erkenntnis des tages: und erstens kommt es anders und zweitens als man denkt…grandios, wie alles immer seinen weg geht. der reiterhof kam wie ein segen…ich komplett platt…akkus alle…

lore toni

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tag 95 – ab ins fünfzehnte bundesland…

noch bevor die morgensonne es über die baumwipfel schafft sitz ich in meinem schlafsack…heute gehts ins fünfzehnte bundesland…das saarland. erstmal bloggel ich aber ne morgenrunde und nutz, den spiegel des klos mich ein letztes mal on the road mit meinem auseinanderfallenden rasierer zu scheren. auch diese kleine special task wäre damit ein letztes mal erledigt…wäsche reicht, zahnpasta und sonnencreme hab ich wieder genug…auf gehts in die finalen tage. im wunderbaren morgenlicht stell ich mich an den strassenrand. ein ca. 80 jähriges pärchen fährt mich nach saalburg rein. süß die zwei, eifrig am diskutieren…hier habe es viele holländer, es gebe ein feriendorf für 3000 menschen…uiii. saalburg ist ein nettes örtchen für einen morgen spaziergang. mitten im ortskern reihen sich cafés um einen wasserfall, ums eck gehts zu einer burg…rauf da, der erste schweiß und dackel,dackel an den strassenrand. der erste typ nimmt mich keine 500m mit, dann biegt er ab…der wille zählt…nen guten km die bundesstrasse hoch, da ist mein platz. nach gut 20 minuten hält rudi, vielleicht knapp 50 jahre, aufm weg ne haustür im süden beim rheinfall zu holen. er fahre an saarbrücken vorbei…easy. immer entlang der von dichten wald und sanften hügeln umgeben saar, total schön hier. ich habe glück, dass ich auf meiner reise heute ins schönste bundesland käme. in seinem heimatdorf kurz nach der landesgrenze muss er noch spanngurte holen, wir gucken noch von einem aussichtspunkt ins tal. er erzählt eifrig aus seiner kindheit und hat zu jedem ritz was zu erzählen. den fussballverein gebe es seit kurzem nicht mehr…es fehle an leuten. jetzt merk ich, dass ich übers saarland nicht viel weiß…wir kommen an einer grossen industrieruine vorbei…fast ruhrpott style. das saarland sei geprägt vom bergbau. jetzt kriegt rudi ne hass sms seiner freundin, ob ich mal kurz lenken könne. er fängt an zu erzählen. er sei verheiratet, habe seit 12 jahren aber auch eine freundin…die sei 17jahre jünger und 18 gewesen, als er sie kennengelernt habe…müsse ne art midlife crises gewesen sein. er rate mir sowas maximal nen halbes jahr zu machen…mache ihn kaputt, er hätte nie gedacht mal in eine solche situation zu kommen…vor einer weile sei er raus ausm haus und wohne mit der freundin…aber jetzt sei schluss…er wolle zu seiner frau zurück. die habe immer zu ihm gehalten und er habe sie soviel betrogen…oh mann…wir kommen bei villeroy & boch vorbei…da habe er auch mal gearbeitet…der unternehmenschef habe auf der betriebsversammlung allen gesagt, dass sie zuviel verdienen, schlechte arbeit machen würden und zu faul seien…die mitarbeiter hätten noch geklatscht…er sei dann nicht mehr hingegangen…zuviele dumme menschen. die hätten auch im nachbarort ein neues werk gebaut…total subventioniert, weil neue arbeitsplätze…dann sei einfach das andere werk geschlossen und die leute rüber geschoben worden…sei alles ein witz. jetzt kommen wir an einem kohlewerk vorbei…sei billiger die kohle aus china zu holen, als direkt hier abzubauen…in china gebe es halt keinen arbeitsschutz, nichts…aber das interessiere ja hier keinen…er bringt mich zum bahnhof von saarbrücken und gibt mir seine nummer. falls ich wieder ins saarland käme, könne er mir mal nen tag die gegend zeigen. am ende will er mir noch nen zehner zustecken…vielen dank…bis denn…total netter, aber irgendwie spezieller typ. der erste eindruck am bahnhof…die stadt ist ein 70er jahre neubau rotzfleck…scheinbar geht die drittliga saison los, am vorplatz woschten sehr unsympathisch aussehende fc saarbrücken fans herum und besaufen sich. ich lauf die angrenzende einkaufsstrasse entlang, wieder bullen hitze. der eindruck bleibt kein guter…dann gehts über ne ampel und das blatt wendet sich etwas. gemütlicher altstadt marktplatz mit vollbesetzten cafés…viele franzosen unterwegs…eigentlich echt ganz schön. ich guck in ein paar seiten gassen, gerade wird in einer kneipenstrasse alles für den christopher street day vorbereitet. eine ganz liebe bäckerdamen crew sorgt für mein wochenende aus…nen baguette, ein stück hefezopf und ein ordentlichen batzen nusskuchen, plus ne runde sprudel in meine flasche…pluspunkt für mein saarbrücken gefühl. entlang der alten brücke, gehts über die saar und die autobahn…die einfach mitten durch die stadt verläuft…net cool. ich geh noch zum schloss, nix tolles und von dort am französischem konsulat vorbei, wo auf einem schönen kirchplatz ebenfalls markttreiben herrscht. zurück auf die andere saar seite, der weg dahin ist wieder total hässlich, fast assi. für mich eine stadt mit zwei seiten. am bahnhof brauch ich eine halbe ewigkeit um zu checken wie ich aus der dichtbesiedelten region rund um saarbrücken meinen ausweg finden könnte…saufende jugendliche…hier macht alles einen ziemlich sozial schwachen eindruck. ich ha mir ne strecke zurecht gelegt und hau nen jungen typen an, ob viel kontrolliert werde. eigentlich nicht…in der strassenbahn helfen seine augen nach kontrolleuren zu checken. sieben stationen, alles easy…dann ab in einen bus, der erste ninmt mich nicht mit…aber zehn minuten später nr. zwei…glück gehabt…der nächste wäre erst in einer halben stunde gekommen. jezt lauf ich durch irgendeinen vorort…ich komm an einem edelen tattoo laden vorbei…rein da…ich hab da was im kopf. nen volltätowiertes, gepierctes, ganz liebes plastikbusen babe meint, dass leider alle im urlaub seien und der einzige vorhandene tättowierer gleich los müsse. easy, dann solls nicht sein…vielleicht komm ich nochmal wo vorbei, sonst halt nicht. ich lauf ne weile bis zum ortsausgang…hier 100% 0815 angesagt…optisch sind die orte alle nix tolles. ich bin jetzt einmal ganz rum durch deutschland…für einen moment in mich gehend, bin ich ganz beseelt…jetzt heisst es…berlin calling…schritt für schritt richtung hauptstadt, immer schön nordöstliche richtung einschlagen. ein netter mann packt mich ein und bringt mich der b41 richtung hunsrück näher. er komme eigentlich aus hannover, lebe seit zwanzig jahre hier und wolle nicht mehr weg. eines hätten die leute hier nicht…stilempfinden. die würden sich einfach mit wenig zufrieden geben. da habe z.b.jemand ein richtig schönes, altes haus…was mache er, haue einfach plastik stühle vom baumarkt davor. ansonsten möge er die leute aber sehr…viele einfache, aber hilfsbereite menschen. jetzt hält ein total sympathischer hobbyschrauber mit seinem alten bulli…ja, mann…coole kiste…es geht an bergbau halden vorbei…davon habe man hier viele, das saarland sei immer bergbau gewesen. ich mag seinen dialekt, einbisschen wie ausm saarland tatort. der nächste ist ein polnischer papa…er arbeite ca. 12-14 st. sechs tage die woche als lkw fahrer, sein sohn mache gerade fachabitur, wolle viel geld verdienen und am liebsten garnicht arbeiten…er habe ihm geradeso ausreden können normales abitur zu machen…er sage immer, so schnell wie möglich raus aus der schule. mit nem ehemaligen bundeswehrsoldaten komm ich bis birkenfelde und hau mir erstmal einen weissbrot energieriegel rein…komplett unspektakulär hier…mit zwei weiteren autos und zwei ganz herzlichen älteren männern komm ich bis morbach an der hunsrück höhenstrasse…da ist es auch schon wieder seit gut 20km vorbei mit dem mini saarland…kleiner eindruck, aber immerhin. im hunsruck fahren wir durch dichten wald, schöne strassen…ich komm mir vor wie tief in der wildnis. in der region gehe es auch darum, dass ein nationalpark entstehe…die menschen seien da sehr zwiegespalten. auf der hunsrückhochstrasse packt mich ein ganz sympathischer franzose aufm weg nach frankfurt ein. er sei schon lange in deutschland und arbeite schon eine ganze weile als selbstständiger transportunternehmer…er erzählt mir geschichten von seinen trips durch halb europa…total netter kerl. in simmern bringt er mich noch extra ins zentrum…ich steig aus und ein trabbi deluxe rollt vor. redseeliger mann hinterm steuer…die strasse hoch sei stadtfest, eine kapelle spiele…da gehe es rund…müsse ich vorbei. also vorbei da…gemütlich, ich spür direkt wieder näher am wein zu sein…ich will weiter bis budenbach…hab ich als schlafstätte erkoren…auf der nächste seite meiner strassenkarte, unweit vom rhein und sicherlich schön ländlich. ich seh ein schild zum simmersee…angeblich könne ich da schon schwimmen. sehr nette leute hier…mit weg erklären klappt es aber oft nicht so gut. der see ist ein kleiner teich, daneben ne hochzeit…schwimmen ist hier aufjedenfall nicht drin. ich frag ein edles paar nach dem weg…wir kommen ins gespräch…und wenn er mir jetzt fünf euro zustecken würde…dann würde ich dankend ablehnen…würde er aber eine dicke wurst aus der hose holen, sehe die sache anders aus…stille…ups… wenig optimales beispiel…interessanter blick der frau…dann steh ich an der strasse und ein ganz angenehmes, junges paar packt mich ein. sie würden in oldenburg wohnen, aber er komme von hier. er habe auch eine idee, wo ich in budenbach mein zelt aufstellen könne…da gebe es einen alten sportplatz, leicht ausserhalb und aufm friedhof daneben gebe es auch wasser…top. sie bringen mich hin, dann gibts noch zwei nektarinen, nen laugenbrötchen und frischkäse…perfekte letzte mitfahrt. in einer grillhütte feiert gerade der gefühlte wolle petry fanclub nen geburtstag…jo, mein zelt könne ich gerne am anderen ende des platzes aufstellen…ansonsten sind die mitte 40er partypeople nicht so auf dialog aus…ich aber heute auch nicht mehr. zwischen den pfosten des fussballtores bau ich mein zelt auf…wunderbares plätzchen…weiter blick, abendsonne…noch die füsse beim friedhof gewaschen…einbisschen baguette rein…
bei pur und malle musik in der ferne penn ich ein…

erkenntnis des tages: meine akku ist langsam echt alle…schön, dass die hauptstadt ruft…

die trampmaschine

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tag 94 – ein wein zuviel…trierisch matto

ein skurriler tag. schön in meinem zeltchen aufgewacht und erstmal kurz rein in die mosel…kein mensch zu sehen, nur blöd, dass zehn meter hinterm busch die ersten autos lang düsen. die sonne am morgen ist schon super. ich bloggel ne runde, leg das zelt zum trocknen aus…immer die gleiche, sich ziehende packprozedur. gegen neun gehts sauber und mit frischem hemd los. eine frau bringt mich zügig nach traben-trarbach. nettes örtchen, nette bäckerin, nette frau im café…mit zwei hörnchen, nem stück streuselkuchen und einem rosinenbrot im gepäck guck ich mich noch etwas um. ich folge dem dritten tip der eifelpferdwanderer…try to get on a boat bis bernkastel-kues. also hin da, ein touridampfer ist gerade weg. ich frag an der kasse, eigentlich ne liebe frau…wegen ihr kein problem, aber ich müsste nur ausrutschen aufm schiff, dann hätten sie eins…wat solls…ich stell mich wieder an meinen strassenrand…ein holländisches pärchen packt mich ein und ist ganz angetan von meinem trip. in ürzig lass ich mich rausschmeissen, tolles panorama und nen flohmarkt direkt am wasser. der flohmarkt ist dann eher ein witz und ich steh ne stunde in der hitze. jojo…viele, viele fahren vorbei…ich bin schon kurz vorm sonnenstich. irgendwann dreht ein junger kerl extra nochmal um. bernkastel-kues…da bin ich…und natürlich nicht alleine. wirklich alles hübsche kleine orte hier an der lieblich, gemütlichen mosel…fachwerk, enge gassen, überall wein…die hitze von etwa zehn bis siebzehn uhr hat es aber immer in sich. vierzehn mal alles vollschwitzen und wieder trocknen pro tag…ein traum. aber ich will mich auch nicht beschweren…die morgen- und abende sind der knaller. von bernkastel komm ich noch recht zügig zwei dörfer weiter, dann steh ich erstmal wieder eineinhalb stunden in der prallen sonne. das einzig gute ist, dass ich auf kirschbäume stosse, leider aber fast nix mehr zu holen. gerade bin ich trampmüde…mal gehts flott, dann wieder ostfriesland style…wieviele würste mich manchmal stehenlassen ist echt krass…frustriert gibts die ein oder andere geste und die verbale nettichkeit von mir hinterher…wie mit scheuklappen fahren viele an mir vorbei…man brauch nicht alles schönreden…es hat auch einen riesigen haufen vollschmocks in dem land…auf die luftpumpen möchte ich nur nicht meinen fokus legen…ich komm aus dem schlechte laune loch irgendwann wieder raus und mit drei weitern autos gehts dann nen ganzes stück weiter. interessant sind die information vom dritten fahrer. er erzählt mir, dass einige weinberge renaturalisiert werden würden…was ich auch sehe. die letzten jahre seien teilweise harte zeiten für die weinbauern gewesen, sie hätten ihren wein nicht absetzten können. der staat hätte dann sogar noch geld gegeben, wenn winzer ihre reeben rausgerissen hätten. warum, kann er mir nicht sagen. er finde es auf alle fälle schrecklich, jahrhunderte lange tradition…an die berge gehöre der wein. der herr lässt mich genau vorm metzger in trittenheim raus. super nette damen…zwei buletten, drei wienerle und ein paar scheiben salami…top aber irgendwie wird mir langsam das nach essen fragen mir selbst gegenüber unangenehm. zuletzt war ich sehr viel bei bäckern und metzgern…eigentlich immer super freundlich und hilfsbereit…ich tauch ja überall nur einmal auf…aber mir ist es langsam genug…ich merke, dass ich anfange es fast für selbstverständlich zu halten, dass ich dort schon versorgt werde…ich mache mir weniger nen kopf um die einteilung von essen…die schlagzahl der ladenbesuche erhöht sich einfach…nicht sinn der sache…sehe ich auch als zeichen, dass es stimmig ist bald aufzuhören. nicht mehr ständig fragen müssen…heute komm ich mir jedefalls erstmals wie ein richtiger schnorrer vor…obwohl alle super nett waren. gut, mit so einem grundgefühl die türen ist dann doch wieder sinn der sache…überwindungsspiel. in der hitze lauf ich durch den ort…alles baustelle. ne bulette rein…hammer. jetzt hält ein mann und die geschichte des tages beginnt. ein eigentlich super netter mann, mitte 50er, packt mich in seinen mercedes. er erzählt mir euphorisch von der mosel zu sein und gerade seine mutter besucht zu haben. in zwanzig minuten seien wir in trier. ich sage, dass ich gerne über die landstrasse nach trier wolle, touristyle…könne mich dann irgendwas raus lassen…ach, komm…er habe zeit…könne er auch machen. ich erzähl kurz von meinem trip…dann erzählt er mir gefühlte 17 mal das gleiche…er sei von hier, hier sei sein zuhause, jeden berg kenne er…ich könne mir das garnicht vorstellen…trier…da kenne er auch jede ecke…da lebe er seit 30jahren…direkt neben dem dom, direkt neben dem bischof…jetzt wiederholt er immer wieder, dass er mich genau ins zentrum bringe werde…mehr zentrum gehe garnicht. ach komm, er könne noch bei nem kumpel in longuich ran fahren, der habe ein weingut..sei total schön…der wein der beste im laden…da würden politiker hingehen…würde ich erzählen, dass ich bei dem winzer gewesen sei, dass würde mir keiner glauben…coole sache, wegen mir gerne…nen schöner lokaler wein, optimaler schlusspunkt der moseltour. also hin da…alles neubau, aber ganz nett gemacht…kleine ferienhäuser im wein. der gute kriegt sich nicht mehr ein…sowas habe ich doch auf meinem trip auch noch nicht erlebt….jetzt wein und dann bringe er mich direkt in die alstadt von trier, mehr zentrum gehe garnicht. er grüsst alle…er komme schon seit dreißig jahren hierher. der senior chef sitzt gerade mit einem lokalen geschäftsfreund, dem flaschenlieferanten bei nem wein vorm lokal im schatten. mein gastgeber ist von der sorte geselliger hund…ist mit jedem gleich dicke. jetzt trinken wir erstmal nen viertel liter vom kühlen weißen…ich stell ein paar fragen zum weinanbau…der winzer ist nen knochen…meint sofort, dass er nie so nen tramper mitnehmen würde. die männer halten smalltalk über geschäftspartner, wer wen ihm vip bereich von eintracht trier getroffen habe usw. irgendwann packt der adrette, stilsichere flaschenmeister seine pfeife ein und macht los. den trip finde er super, legt mir vier euro hin…solle mir noch einen auf ihn bestellen. vielen dank…mein fahrer bestellt ne neue runde. man kenne ihn in der stadt, sei beim tiefbauamt und habe noch ein eigenes unternehmen…wir trinken noch den zweiten, dann will der gute los. ich will die auf dem tisch liegenden vier euro mit ins bezahlen einfliessen lassen. ignoriert er…dann sag ich, dass das geld als trinkgeld hier bleiben könnte…ich könne und werde das geld nicht berühren. ich solle mich nicht so anstellen, könne ich mir am dom ne wurst besorgen…sei ja total nett, aber gegen meine prinzipien…da mache er nicht mit. eine skurrile diskussion geht los. der winzer versteht mein anliegen und hört meine anliegen, vielleicht einfach für das geld nen stück brot zu bekommen…jetzt bringt die kellnerin schmalz brote…vielen dank, problem gelöst. denkste…die kosten übernehme er, die vier euro kämen mit…da lasse er sich auf nichts ein und packt die vier euro im kassenbon ein. ich höflich, aber klar…sorry, aber ich wolle am 94 tag nicht mein prinzip brechen…sei super, dass er mich eingeladen habe und alles, wäre für mich aber total erleichternd, wenn ich das geld einfach liegen lassen könnte…sowas gebe es nicht. er nimmt es und wir gehen zum auto. alter, der wein knallt…gar nicht dran gedacht. auch bei ihm, bin mir nicht sicher, ob er auf der höhe ist…gehe schon…aber jetzt müsste er etwas aufpassen…abstruse situation…wenn ich jetzt noch zu sehr einen auf moral mache, hab ich total vetschiessen. ich probier ihn im gespräch zu halten…bin mir nicht sicher, ob er gleich wegkippt…aber irgendwie auch seine art…mal hellwach, dann fast abwesend. ich krieg den typen nicht zu fassen. wohl echt nen fitter, stadtbekannter kerl, irgendwie aber auch wie in seiner eigenen welt. nicht zu beschreiben…wir fahren zu ihm an den dom…gut, sicher angekommen. die diskussion ums geld endet nicht…ich gebe nach und lass sie mir eingepackt in den bon in eine plastiktüte schmeissen. ich glaub, dass der einfach nicht glauben wollte, dass ich das geld nicht wolle…und wollte besonders spendabel sein, ohne meinen worten wert zu geben…als wüsste er besser als ich, was gut für mich sei…ohne sich auf irgendwas einzulassen. er verabschiedet sich herzlich, sowas habe ich doch auf meinem trip auch noch nicht erlebt…mit dem mercedes mitten in die stadt und der wein. mit dem geld in der tüte lauf ich los und steh direkt auf dem wirklich beeindruckenden domplatz…was ein typ. voll die hitze, nicht viel gegessen…alter, ich hab voll einen sitzen. ich hau die erste familie mit kind an…franzosen…ich will ihnen das geld in der tüte schenken, sollen ihrem kind nen eis kaufen. ich probier es dem vater auf englisch zu erklären. scheitert, er kann fast keins…voll verwirrt der gute. dann hau ich die nächste mutti an. ich würde 100tage ohne geld reisen…ein herr habe mir geld überlassen…ich zeige in die tüte. ich wolle das nicht…sie solle ihrem kind nen eis kaufen…ich glaub die dachten, ich sei von der versteckten kamera…ausserdem bin ich echt matto. ich geb der familie die tüte und mach mich weiter…sie schauen mir noch ungläubig hinterher. völlig wuschig und unsortiert lauf ich durch trier, ich hab einen in der krone…der halbe liter hat gereicht…voll abstrus alles…ich geh in den dom…uii…ich komm durch ne elektrische glastür rein und will dann durch ne glasdrehtür auf der anderen seite wieder raus…das gehts aber garnicht raus…schön ne ehrenrunde gedreht…hat keiner gesehen…mit einem fetten grinsen über mich selbst mach ich mich raus…oh mann..ich lauf gut eineinhalb stunden durch die stadt…porta nigra, marktplatz etc…nettes städtchen…aber alles läuft wie im film halb an mir vorbei und ich schwitz wie ein tier. jetzt kommt ein junggesellinnen abschiedstrupp an mir vorbei…verkaufen penis törtchen…sorry mädels kein geld, aber lasst euch die penisse schmecken und haut rein…ooooh, ja…ähh…gucken mich etwas verwundert an…war nen spass…tschüss. oh mann..ich geh lieber weiter…ne zweite bulette und frisches wasser erden mich irgendwann wieder halbwechs…aber ich muss aus der stadt raus. noch durch einen rosenpark und an ner studentenwiese vorbei…kurz in nem türken supermarkt gefragt…zwei tomaten, ne gurke und nen packen brot…fett…ich steh auf die türken supermärkte…immer so schön unkomplizierte menschen…dann bin ich an der mosel. die lauf ich bestimmt drei km, ne gefühlte halbe ewigkeit an der bundesstrasse richtung saarland entlang. uiii…zwischendurch hilft nix…muss dringend in nen busch…uiii…ich brauch nen feierabend platz. die autos rasen an mir vorbei. an einer ampel packt mich dann endlich muttermit tochter ein. sie würden nach mannebach fahren…sei sechs km vor saarburg. cool…rein da. einfach mit…ab in den wald…trier wird mir in spezieller erinnerung bleiben…die beiden schmeissen mich beim alten sportplatz, ausserhalb des dorfs im wald raus…da ist zum glück gerade jemand. zelten…kein problem. er legt mir sogar ein stromkabel hin und lässt das männerklo offen. danach macht er sich vom acker…geil, endlich ruhe…schön im wald. mitten aufm platz zwischen zwei kleinen toren bau ich mein zelt auf. ne runde waschen am wasserhahn. wat ein tag…jetzt gibts brot vom türken mit salami…langsam wird es dunkel. es kommt nochmal ein auto…ich will kurz bescheid geben…ups…da hab ich scheinbar ein älteres liebespaar beim fremdgehen gestört…peinlich berührt ziehen sie ab…ich bin raus für heute.

erkenntnis des tages: erst war der eisgekühlte wein die pure erfrischung…zack, zack nicht nachgedacht…lustig unterwegs in trier. hitze bei wein, muss nicht sein…

der trinkbruder

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